TC-Meisterin Shar Lee 

 

 

 

TC-Meisterin Shar Lee

Shar Lee ist eine Amerikanerin, die in Longmont (Colorado) lebt und sich seit 1964 mit Buddhismus  und Buddhistischer Meditation beschäftigt. Seit 1966 ist sie Yoga- und Meditationslehrerin. Später folgte sie ihrem inneren Ruf, mehr über die verschiedenen Heilmethoden in der ganzen Welt zu lernen. Dabei stieß sie auf einer ihren vielen Reisen in Nepal auf Tibetan Cranial. Diese Heilkunst wurde von Tibetischen Lamas ausschließlich an ihre Schüler weitergegeben, bis 1987 Shar die Ehre zuteil wurde, ein persönliches Training von Lama Dorje zu erhalten.


Er arbeitete in einem garagenähnlichen Raum in den Straßen von Kathmandu. Jeden Tag wartete eine Schlange von 20 bis 30 Menschen vor seinem „Büro“. Er hatte noch einen Helfer, der aber kein Schüler war. In dem Raum waren 2 Liegen aus harten Brettern, auf denen die Klienten behandelt wurden. Lama Dorje arbeitete an einem Klienten und wenn der dann ruhte, arbeitete er am zweiten. Wenn der zweite ruhte, war die erste Liege schon wieder mit einem neuen Klienten belegt. So wechselten die Menschen vom Morgen bis zum Abend durch, wobei er 10 bis 15 Minuten an jedem arbeitete, indem er am Kopf der Klienten kniete und fast nichts sprach, sondern nur mit seinen Händen die Knochen ihrer Schädel ausbalancierte.


Shar wusste sofort und ganz sicher, dass sie in die Lehre dieses tibetischen Mönchs gehen musste. Sie spürte, dass ihre eigene Heilbegabung der seinen sehr ähnlich war und dass sie diese Kopfarbeit tun könnte. Lama Dorje sprach kein Englisch, Shar verstand nicht Tibetisch und es gab keinen, der übersetzen konnte. Trotzdem wusste Shar, dass sie von ihm lernen musste. Als sie seinen Helfer fragte, wer noch diese Heilmethode praktizierte, sagte dieser, dass sein Meister vor den Chinesen viele Mönche hatte. Daraus schloss Shar, dass Lama Dorje vor der chinesischen Invasion in Tibet in einem Kloster war, in dem er und andere Mönche die Tibetan Cranial Arbeit praktizierten.


In der östlichen Tradition ist es üblich, einen Lehrer zu bitten, als Schüler aufgenommen zu werden. Shar setzte sich zu Lama Dorjes Füßen und wartete darauf, dass er sie als Schülerin annahm. Dies war noch erschwert durch die Tatsachen, dass sie aus dem Westen kam und eine Frau war. Sie saß 3 Tage hintereinander vom Sonnenaufgang bis spät in die Nacht am Boden des Behandlungszimmers. Sie stand weder auf um zu essen, noch um zur Toilette zu gehen. Sie saß nur da, beobachtete seine Arbeit und bat innerlich darum, dass er sie als Schülerin aufnähme. Der Tradition folgend hätte sie 24 Stunden ununterbrochen dasitzen müssen, aber sie konnte doch nach Einbruch der Dunkelheit ins Yogazentrum „entwischen“, um zu essen und zu schlafen, wobei sie darauf achtete, dass sie vor Tagesanbruch wieder auf ihrem Platz im Behandlungsraum saß.
Am zweiten Tag warf er ihr einen menschlichen Schädel in den Schoß. Shar studierte an ihm den Verlauf der Fissuren und ahmte nach, wie Lama Dorje die Köpfe der Patienten behandelte. Am dritten Tag gab er ihr ein Zeichen, dass sie ihm bei seiner Arbeit helfen sollte und da wusste sie, dass sie als Schülerin aufgenommen war.


Shar studierte fünfzehn Tage lang täglich 18 Stunden mit dem tibetischen Mönch. Sie fing an, unter seiner Aufsicht an den Klienten zu arbeiten. Wenn sie es richtig machte, sagte er nichts. Wenn sie einen Fehler machte, versetze er ihr einen Schlag. Seine Lehre über die Tibetan Cranial Arbeit war wortlos, über Bewegung und intuitiv. Shar lernte, indem sie nachahmte, was er tat und die Ergebnisse mit ihren Augen und Händen wahrnahm und durch intuitives Verstehen. Die Klienten kamen entweder für 5 oder 7 Tage hintereinander zu einer Sitzung und sie konnte während dieser Zeit den Heilverlauf beobachten. Shar erkannte, dass Tibetan Cranial aus 3 Hauptelementen besteht:

  • die Pulse am Schädel zu nehmen
  • die Schädelknochen auf eine ganz spezielle Art zu bewegen und
  • dem "Versiegeln" des Kopfes, wenn die Arbeit abgeschlossen ist.

Alles andere war sehr subtil und nicht in Worte fassbar.  

Nach den 15 Tagen flog Shar zurück in die USA. Sie wollte wieder kommen, um weiter von Lama Dorje zu lernen, aber 6 Monate, nachdem sie Katmandu verlassen hatte, hörte sie, dass er gestorben war.
Als Shar wieder nach Nepal zurückkehrte, um noch mehr von Tibetan Cranial Praktiziernden zu lernen, war keiner mehr auffindbar. Jetzt schien Shar die einzige noch Lebende zu sein, die mit dieser tiefgreifenden Heilkunst wirklich vertraut war. Wenn Shar sich nicht so engagiert eingesetzt hätte, wäre dieses wertvolle Wissen schon aus dem menschlichen Bewusstsein ausgelöscht worden.
Shar suchte in Nepal und Nordindien weiter nach Lehrern dieser Heilmethode, aber leider ohne Erfolg. Inzwischen praktizierte sie Tibetan Cranial bei ihren Klienten, indem sie sich so genau wie möglich an die Lektionen des Mönchs hielt. Innerhalb von 15 Jahren perfektionierte sie diese Technik und sammelte viel Wissen und Erfahrung.
Sie spürte, dass es ihre Bestimmung ist, Tibetan Cranial an andere weiterzugeben und die Tradition, die schon fast dem Untergang geweiht war, wieder aufzubauen.
In den letzten Jahren hat sie angefangen Schüler auszubilden – feinfühlige und begabte Menschen, bei denen sie spürt, dass sie sie unterrichten kann. Sie unterrichtet ohne viele Worte und ohne schriftliche Unterlagen. Sie ist überzeugt, dass Tibetan Cranial eine östliche Heilmethode ist, die authentisch bleiben soll und nicht auf westliche Weise verstanden werden kann. Deshalb sollen die Schüler die Arbeit lernen, indem sie sich auf diesen östlichen Lehrstil, den auch Lama Dorje gepflegt hat, einlassen.

Sie hat bei hunderten von Menschen unglaubliche Erfolge mit Tibetan Cranial erzielt, z. B. deutliche Verbesserungen bei Migräne, Tremor, Anfallsleiden, Parkinson, Depression, Ischias, Knie-, Ellbogen- und Schulterbeschwerden und vielem mehr.

 

 

 

 

 

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